
Kinesiologie und Krebs |
|
![]() Autor: Dieter Klippel Wie uns die Systemisch/psychologische Kinesiologie© bei Krebserkrankungen helfen kann Jahr für Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 350.000 Menschen an Krebs, und etwa zwei Drittel sterben daran. Nach Verlautbarung des ärztlichen Direktors der Uniklinik Jena wird dieser Wert in den nächsten zehn Jahren um weitere 50 % auf ca. 330.000 Krebstote pro Jahr steigen. Und das, obwohl bisher noch keine Erkrankung so intensiv und kostenaufwändig erforscht wurde. Dabei werden selbst kleinste Erfolge als riesengroßer Fortschritt gefeiert, um schon bald wieder in Vergessenheit zu geraten. Zweifelsfrei gibt es Fortschritte. Kindliche Krebserkrankungen, Leukämie, Hodenkrebs und einige seltenere Krebsarten sind heute eher heilbar als noch vor Jahren. Dennoch muss es uns nachdenklich stimmen, dass die Gesamtzahl der an Krebs Erkrankten und Versterbenden noch immer dramatisch zunimmt. Liegt eine Ursache eventuell in der verschobenen Alterspyramide? Oder vielleicht doch nicht? Denn es erkranken ja auch immer mehr junge Menschen. Haben wir vielleicht eine schlechte genetische Disposition? Nun, daran dürfen wir sicher ebenso berechtigte Zweifel anmelden. Könnte es nicht sein, dass die Therapie bereits vorhandener Krebsfälle wichtiger ist der Gedanke an die Prävention? Meine Ausführungen sollen dazu beitragen, Ihr Augenmerk ein wenig mehr in diese Richtung zu lenken. Was begünstigt eine Krebserkrankung? Was haben schwere Krankheiten wie Krebs und die anderen Geißeln unserer modernen Zeit gemeinsam? Sie kommen bei Naturvölkern so gut wie nicht vor. Als Dr. Albert Schweitzer damals nach Afrika kam, gab es, obwohl die Patienten aus mehr als 100 km Umkreis zu ihm gebracht wurden, keinen einzigen Krebsfall. Das hat sich dann mit der Zeit durch die so genannten Segnungen unserer Zivilisation drastisch geändert. Was hat die Zivilisation diesen Menschen gebracht? Vor allem die Abkehr von der angestammten Ernährung und die Hinwendung zu denaturierten Nahrungsmitteln, die nicht mehr Lebens-Mittel sind. Man denke dabei nur an das bei uns gebräuchliche Auszugsmehl, in dem außer Klebereiweiß und Stärke nichts mehr enthalten ist, weil alles, was Spurenelemente, Enzyme und Vitamine enthält, entfernt wird. Als weitere Beispiele möchte ich den raffinierten Zucker und das raffinierte Salz anführen. Beide sind in dieser Form eigentlich nur noch zur Haltbarmachung von Nahrungsmitteln geeignet und reichern sich beide im Körper an. So wird Zucker mit Hilfe von Insulin sehr schnell in Speicherfett (Schwimmringe) umgebaut und Salz im Bindegewebe abgelagert, da unsere Nieren pro Tag nur etwa 6 g ausscheiden können; die meisten Mitbürger nehmen täglich jedoch häufig mehr als 10 g zu sich. Denken sie dabei auch an Brot, Käse, Wurst und Fertignahrung jeglicher Art und besonders an Gemüsekonserven, die alle reichlich Salz enthalten. Wie bereits erwähnt, ist unsere Nahrung stark denaturiert, was noch dadurch verstärkt wird, dass Obst, Gemüse und Getreide durch die Auslaugung der Böden nur noch sehr wenige der Spurenelemente, Enzyme und Vitamine enthalten, die unser Körper täglich benötigt, um seine Funktionen optimal aufrecht zu erhalten. Wir brauchen täglich 60 essenzielle Mineralien und ca. 30 Enzyme und Vitamine in bestimmten Mindestmengen (d. h. wir müssen es essen, da der Körper diese selbst nicht aufbauen kann). Diese Werte und Stoffe sind nicht diskutierbar und werden bei höherer Belastung auch in erhöhter Dosis benötigt. Als Beispiel soll uns Vitamin C dienen. Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) benötigen wir pro Tag 100 mg Vitamin C. Wenn wir jedoch bedenken, dass bereits eine Viertelstunde Stress 300 mg dieses Vitamins verbraucht, können wir uns vielleicht das Dilemma, in dem wir leben, besser vorstellen. Vitamin C wird in jeder Körperzelle benötigt. Der menschliche Körper kann es weder selbst herstellen noch speichern, das heißt es muss ständig von außen zugeführt werden. Hinzu kommt, dass wir täglich mehrere Tausend Umweltgifte durch die Atmung, Ernährung und Körperpflege zu uns nehmen. Alle diese Faktoren erzeugen in uns einen Grundstress, der je nach Ausprägung der Lebensweise des Einzelnen stark differiert. Durch die jeweilige genetische Vorprägung gibt es bei allen Menschen unterschiedliche Anfälligkeitsbereiche, entsprechend ist auch die Ausprägung einer Störung ganz individuell. Der „moderne“ Mensch muss viele Stressfaktoren (s. Abb. 1) verarbeiten, die uns im wahrsten Sinne des Wortes „sauer“ machen. Um das auszugleichen, besteht ein großer Bedarf an Mineralien, Enzymen und Vitaminen. Möglichkeiten zur Selbsthilfe Es kann nur jeder für sich eine individuelle Lösung finden, das heißt, jeder muss herausfinden, was er in seinem Leben verändern kann, um aus dem Dilemma herauszukommen. Wesentliche Punkte zur Selbsthilfe habe ich in Abbildung 3 zusammengefasst. Da dies oft aber nicht gerade einfach ist, da uns selbst meist die Übersicht fehlt, was in unserem Leben falsch gelaufen ist und noch läuft, kann die Systemisch/psychologische Kinesiologie (SysKin©) helfen, zu dieser Erkenntnis beizutragen. Systemisch / psychologische Kinesiologie Die Systemisch/psychologische Kinesiologie ist eine integrative Kinesiologie. Sie fasst die systemische Aufstellungsarbeit, die Psychokinesiologie und Neuralkinesiologie sowie viele Impulse aus dem Brain-Gym, Touch for Health und weiteren Therapieformen zu einer ganzheitlichen Behandlungsmethode zusammen. Zur Wortbedutung: Systemisch: Es wird der System(sozial)bezug in die Arbeit integriert. Das heißt, dass z. B. die Familiengeschichte in einer Aufstellung (auch in Einzelarbeit mit Hilfe von Symbolen) zumindest teilweise geklärt werden kann. Psychologisch: Es können psychische / seelische Störungen und Blockierungen sichtbar gemacht und gelöst werden. Kinesiologie: Sie ist die Lehre von der Bewegung körperlicher, seelischer und mentaler Energie. Damit ist es möglich, über den Muskeltest Störungen bzw. Behinderungen im energetischen Fluss des Körpers (wie von der Akupunktur bekannt) festzustellen und, falls nötig, wieder zum Fließen zu bringen. Natürlich ist es möglich, damit auch Belastungen jeglicher Art im Bioresonanz-Verfahren wie auch im Muskeltest auszutesten und damit für den Einzelnen hilfreiche Verfahren und Mittel zu finden. Die Systemisch/psychologische Kinesiologie (SysKin) unterstützt also die Menschen darin, ihre Mitte und einen neuen Ansatz im Leben zu finden, damit sie zum Ganz- und Heilsein gelangen. Ziel der Systemisch/psychologischen Kinesiologie ist es: 1. den Menschen dort abzuholen, wo er gerade steht, das heißt: • ihn mit seinen Bedürfnissen und in seiner Bedürftigkeit anzunehmen • ihn und sein Anliegen ernst zu nehmen • ihm zuzuhören • seine Vorgeschichte gründlich zu erfassen 2. den Menschen umfassend im Genesungsprozess zu unterstützen und mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests ziel- und lösungsorientiert zu arbeiten, das heißt: ihm körperliche Unterstützung zu geben, z. B. durch: • Wirbelsäulen- und Gelenkarbeit • die Ausleitung von Schadstoffen • das Ausgleichen des Säure/Basenhaushalts • die Zuführung von Vitaminen und Spurenelementen • den Einsatz phytotherapeutischer, spagyrischer, homöopathischer und anderer naturheilkundlicher Mittel • das Erkennen körperlicher, systemischer (sozialer), psychischer und seelischer Blockaden und deren sanfte Lösung, um damit unterstützende Kräfte zum Fließen zu bringen • die Anregung und Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Patienten, um dadurch dessen Hoffnung und Zuversicht zu stärken Mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests lassen sich Belastungen körperlicher, psychischer und familiärer Art finden und sanfte Lösungswege aufzeigen. Die Methode hilft bei der Findung und Lösung von: • Imbalancen in Organen und Körperteilen • ungelösten seelischen Konflikten • Traumata • Ursachen für Ängste, Phobien und Panikanfälle • Ursachen für systemische Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs, Rheuma, Diabetes II, Bluthochdruck und koronare Herzkrankheiten • Ursachen für Suchtkrankheiten • Ursachen für Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen • Gift- und Schwermetallbelastungen Auch die Ablösemittel werden grundsätzlich mit Hilfe der Kinesiologie ausgetestet. Ich verwende dazu z. B. folgende Mittel, die auch in der nachfolgend beschriebenen Behandlung Anwendung fanden: • Farbtherapiebrillen mit (bei mir) elf verschiedenen therapeutischen Farben, die es erlauben, sehr viel direkter an die Ursprünge einer Belastung heranzukommen als das in normalem „weißem“ Licht möglich ist1. Dazu gehört auch eine so genannte Schutzbrille, die es dem Patienten ermöglicht, an traumatische Erinnerungen heranzugehen, ohne wieder in den Sog des ursprünglichen Traumas total eintauchen zu müssen. Genauso mildert es bestehende massive Ängste auf ein gut erträgliches Maß (s. u.). • Düfte und Aromastoffe • Heilsteine • Klänge und Geräusche • Bachblüten usw. Fallbeispiel Anamnese Patientin, 41 Jahre alt, vor sechs Jahren Brustkrebs li, Ektonomie – bisher kein Rezidiv Familien-systemische Belastungen: • Mutter war sechs Jahre zuvor an Brustkrebs verstorben • leiblicher Vater hat Mutter mit zwei Kindern sitzen lassen ö Stiefvater • zwei Schwestern der Mutter früh verstorben • Mutter mit den zwei Kindern aus Tschechien vertrieben Grund für die Konsultation: • massive Krebsangst • WS-Probleme • möchte das Rauchen aufgeben (sie raucht ca. zehn Zigaretten pro Tag) • Amalgamplomben im Mund Therapie Die Behandlung mittels Systemisch/psychologischer Kinesiologie wird für sinnvoll erachtet. Um einen Eindruck der Behandlung zu geben, werde ich den Ablauf detailliert beschreiben: Die Regulation ist durch Amalgam blockiert. Das bedeutet: ein aussagefähiger, eindeutiger Muskeltest ist ohne einen entsprechenden bioenergetischen Ausgleich nicht gewährleistet. In diesem Fall heißt das für mich, dass die Amalgamtestbox bei der weiteren Arbeit am Patienten liegen bleibt. • Stärke der Angst liegt subjektiv bei 10 (Skala von 0 bis 10 mit 10 = Todesangst) • Die Galle testet schwach = Stress • Emotion: verbittert – frühkindliche Emotion • Beginn bei 10; Schutzbrille - in vier Durchgängen mit EMDR Reduktion auf 4 • Die Niere testet schwach = Stress • Emotion: unterdrückte Angst • Beginn bei 5; rote Therapiebrille und Rosenquarz, in zwei Durchgängen mit EMDR2 Reduktion auf 2 • Die Blase testet schwach = Stress • Emotion: sich verletzt fühlen • 8 Jahre alt – sie erfährt, dass der Stiefvater nicht der leibliche Vater ist • Wir testen Rosenduft als Ablösemittel aus ö Reduktion von 4 auf 2 Die Patientin bekommt den unterstützenden Glaubenssatz: „Ab jetzt vertraue ich mit Gottes Hilfe darauf, dass mein innerer Heiler gut für mich sorgt“. Wir beginnen die Schwermetall-Ausleitung mit Chlorella3 und Bärlauch4. Gegen körperliche und geistige Erschöpfung verschreibe ich Schüßler-Salz Nr. 5 (Kalium phosphoricum) in der 6. Potenz (Dosierung: 3 x 2 Tabletten täglich). Die Wirbelsäulenprobleme behandle ich mittels der kinesiologisch unterstützten Dorn- /Breuß-Therapie (dazu siehe auch CO’MED 09/03) Das Zigarettenproblem ist zu diesem Zeitpunkt doch nicht so vorrangig für die Patientin (der wirkliche Wille zum Aufhören ist wohl auch noch nicht vorhanden) – wir stellen es deshalb zurück. Behandlungsverlauf Es folgten vier weitere Behandlungstermine, während der die Patientin noch von einer massiven Flugangst berichtet. Deren Behandlung verlief so erfolgreich, dass die Patientin das erste mal in ihrem Leben entspannt zu einem Besuch der Tochter in die USA fliegen konnte. Status quo Die Patientin ist heute, nach fünf Jahren, noch immer rezidivfrei und hat keine Krebsangst mehr. Auch die Flugangst ist nicht zurückgekehrt. 1 Diese Technik geht auf dem amerikanischen Chirurgen E. Babit zurück, der damit bei seinen Patienten bereits in den 1970-er Jahren erhebliche Heileffekte erzielen konnte. 2 EMDR (= Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine von Francine Shapiro in den USA entwickelte Behandlungsmethode für Trauma-Betroffene aus dem Bereich der Psychotraumatologie. 3 Die Süßwasseralge Chlorella pyrenoidosa ist das Hauptmittel zur Reinigung des gesamten Verdauungstrakts, da sie metallische Gifte bindet und der Körper sie damit zuverlässig ausscheiden kann. Näheres dazu im Literaturanhang. 4 Bärlauch ist das Reinigungsmittel für das gesamte Bindegewebe.
Zum Autor Dieter Klippel Dieter Klippel ist Vorstandsmitglied im Europäischen Verband für Kinesiologie und verfügt über eine fundierte Ausbildung in Angewandter Kinesiologie und Psychokinesiologie. Er beschäftigt sich intensiv mit Bioenergetik, setzt gezielt Radionik ein und wendet Ausleitungsverfahren und die durch die Kinesiologie ergänzte Wirbelsäulentherapie nach Dieter Dorn in seiner Praxis an. Er beschäftigt sich aus eigener familiärer Betroffenheit seit dem Jahr 2001 intensiv mit der Materie Krebs. Er hat bei der ProLeben Akademie eine 1,5-jährige Ausbildung zum Thema biologische Krebstherapie beendet. Er entwickelte als Heilpraktiker eine weitergehende Form der Kinesiologie, die Systemisch/psychologische Kinesiologie (SysKin©). Sein Wissen in SysKin und Systemaufstellen gibt er in Kursen an Kollegen weiter. Kontakt: Tel.: 07135 / 931721, www.naturheilpraxis-klippel.de |
|
Die CoMed Artikel können auch als PDF im Layout der CoMed Zeitschrift angezeigt werden, klicken Sie hierzu auf den entsprechenden PDF Link oberhalb des Artikels.